»Journalisten machen keine PR« so steht es im Pressekodex vom Netzwerk Recherche. Passt das noch in eine Zeit, in der sich nicht nur freie Journalisten immer schwerer damit tun, ausschließlich mit journalistischen Aufträgen über die Runden zu kommen?

Kann ein freier Journalist, der morgens einen PR-Text über Gummibärchen und Gesundheits- förderung verfasst, am Nachmittag eine kritische Reportage über die Lebensmittelwirtschaft schreiben?

Content-Marketing und native Advertising stehen für Inhalte, die wie journalistische Inhalte ausschauen, aber keine journalistischen Inhalte sind. Ob es uns passt oder nicht, für diese Inhalte gibt es eine – sogar sehr große – Nachfrage.

Bleibt uns am Ende gar nichts anderes übrig, als Journalisten beide Berufsfelder zu öffnen, wenn wir nicht wollen, dass sonst nur noch im öffentlichen Rundfunk und einigen Leitmedien der einzig, gute und wahre Journalismus praktiziert werden kann?

Die sich verändernden Anforderungen an PR und Journalismus sollen in dieser Veranstal- tungsreihe thematisiert werden. Es soll über neue Forschungsergebnisse der Universitäten und Hochschulen, aktuelle Positionen der Berufsverbände und Beispiele aus der Praxis gesprochen werden.


18.30 Uhr Ankommen und Akkreditierung
19.00 Uhr Begrüßung Matthias Bannas, Bundesverband Deutscher Pressesprecher, Landesverband Berlin-Brandenburg
19.10 Uhr Impuls: „Wie siehst das ideale Verhältnis zwischen PR und Journalismus aus?“ von Prof. Dr. Klaus Kocks, PR-Experte und Professor für Kommunikationsmangement
19.25 Uhr Panel
– Prof. Dr. Klaus Kocks
– Dirk Benninghoff, Fischer-Appelt
– Peter Weissenburger, taz. die Tageszeitung Medienredakteur
– Silke Burmester, freie Journalistin
Moderation: Silke Engel, Pressesprecherin der Universität Potsdam
20:30 Uhr Meet the speaker + Get-2gether


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