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Staatsministerin Aydan Özoğuz MdB,
Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration


Vor dem Integrationsgipfel im Kanzleramt forderte Aydan Özoguz in einem NDR Info Interview »Mehr politische Teilhabe von Einwanderern«. Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration mach- te weiter darauf aufmerksam, dass Einwanderer, die inzwischen zum Teil in der dritten und vierten Generation in Deutschland lebten, das Gefühl hätten, »nicht als gleichwertiger Teil der Gesellschaft zu gelten.« Sie forderte, dass Migranten verstärkt selbst zu Wort kommen müssten.

Özoguz’ Aufgabe als Beauftragte der Bundesregierung ist in diesen Tagen schwierig, denn seit September 2015 und der da- maligen Entscheidung von Bundeskanzlerin Merkel, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland zu holen, wird über Flüchtlinge in Deutschland kontrovers diskutiert und mitunter in aller Schärfe gestritten. Der Mord an einer Freiburger Studentin wird mit Überschriften wie »Das Ende der Idylle« von Medien präsentiert und die Tatsache, dass der Tatverdächtige ein minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan ist, heizt die Debatte weiter an. Aydan Özoguz kommentierte, es sei »schäbig, dass nun einige aus dieser furchtbaren Gewalttat politisches Kapital schlagen wollen«. Die Ministerin weiter: »Wer dieses Verbrechen instrumentali- siert, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen, handelt absolut verantwortungslos.«

Aydan Özoguz ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und wurde im Dezember 2011 erstmals zu einer der stellver- tretenden Vorsitzenden der SPD gewählt. Seit Dezember 2013 ist sie Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Von 2001 bis 2008 war Özoguz Mitglied in der Hamburgischen Bürgerschaft. Seit 1994 war Özoguz wissenschaftliche Mitarbeiterin der Körber-Stiftung und als Projektleiterin für deutsch-türkische Projekte im Bereich Jugend- und Wissenschaftsaustausch verantwortlich. Die Staatsministerin besitzt die deutsche sowie die türkische Staatsbür- gerschaft und ndet die vor allem von der CSU jahrelang vorgebrachte Kritik am Doppelpass »unehrlich.«

Über ihre Rolle als deutsche Muslima und ihre Rolle in Deutschland sagte Aydan Özoguz u.a. in einem Interview: »Ich bin hier geboren und fühle mich als Deutsche mit türkischen Wurzeln, mit türkischen Eltern. Beides prägt, das ist doch klar. Mein Deutsch ist zum Beispiel besser als mein Türkisch, aber Türkisch ist meine ›Mutter‹-Sprache.«


U3 – »Unter 3« im doppelten Wortsinn:

Dr. Viola Neu, Leiterin des Teams Empirische Sozialforschung bei der Konrad Adenauer Stiftung und stellver- tretende Vorsitzende der de’ge’pol und Martina Rozok, Geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur ROZOK Communication heißen jeweils einen Gast »Willkommen im Club«.

Bei den sitzungswoche-Hintergrund- gesprächen gilt die Chatham House Rule.

Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zur Diskussion und zum Netzwerken.

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